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LED-Leitfaden

Lichtstrom

Der Lichtstrom Φ – gemessen in Lumen (lm) – ist die Lichtleistung einer Lichtquelle. Er beschreibt die von der Lichtquelle in alle Richtungen abgestrahlte Leistung im sichtbaren Bereich.

Der Lichtstrom bildet eine eigene Leistungsgröße, weil der sichtbare Anteil der Strahlungsleistung während der Erfassung noch mit der Hellempfindlichkeitskurve des menschlichen Auges bewertet wird.

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe beschreibt das farbliche Aussehen des Lichts eines Leuchtmittels. Die Lichtfarbe wird charakterisiert durch die Farbtemperatur in Kelvin (K):

  • Warmweiß (ww) < 3.300 K
  • Neutralweiß (nw) 3.300 K bis 5.300 K
  • Tageslichtweiß (tw) > 5.300 K

Das Licht von Lichtquellen gleicher Lichtfarbe kann unterschiedliche Farbwiedergabeeigenschaften haben.

Die Lichtfarben beeinflussen die Raumatmosphäre: Warmweißes Licht wird vorwiegend als gemütlich und behaglich empfunden, neutralweißes Licht eher als sachlich. Tageslichtweißes Licht in Innenräumen wirkt bei Beleuchtungsstärkenunter 1.000 Lux fahl und langweilig. Diese Bewertung der Lichtstimmung entspricht dem Empfinden in Mitteleuropa. Südeuropäer bevorzugen zum Beispiel tageslichtweißes Licht.

Farbwiedergabe

Die Farbwiedergabe einer Lichtquelle kennzeichnet die farbliche Wirkung, die ihr Licht auf farbigen Gegenständen oder Personen hervorruft. Sie wird mit dem allgemeinen Farbwiedergabeindex Ra bewertet. Er gibt an, wie natürlich Farben im Licht eines Leuchtmittels wiedergegeben werden.

Der Farbwiedergabeindex ist von acht häufig vorkommenden Testfarben abgeleitet. Ra = 100 steht für den besten Wert; je niedriger der Index, umso schlechter sind die Farbwiedergabeeigenschaften. Lichtquellen mit einem Ra-Index kleiner als 80 sollten in Innenräumen, in denen Menschen für längere Zeit arbeiten oder sich aufhalten, nicht verwendet werden.

Lebensdauer

  • Glühlampe: 1.000h
  • Halogenlampe: 2.000h – 4.000h
  • Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparlampe): 10.000h
  • LED-Leuchtmittel: 30.000h – 50.000h

Beleuchtungsstärke (lx)

Die Beleuchtungsstärke (Maßeinheit: Lux) definiert, wie viel Licht – lichttechnisch genauer wie viel Lichtstrom (in Lumen) – auf eine bestimmte Fläche fällt: Sie beträgt ein Lux, wenn der Lichtstrom von einem Lumen einen Quadratmeter Fläche gleichmäßig ausleuchtet. Ein Beispiel: Eine normale Kerzenflamme hat im Abstand von einem Meter ungefähr ein Lux Beleuchtungsstärke.

Die Beleuchtungsstärke wird mit einem Luxmeter auf horizontalen und vertikalen Flächen gemessen. Sie beschreibt allerdings nicht präzise den Helligkeitseindruck eines Raumes, da dieser wesentlich von den Reflexionseigenschaften der Raumflächen abhängt. So erscheint ein weißer Raum bei gleicher Beleuchtungsstärke heller als ein dunkler. Siehe auch: halbzylindrische Beleuchtungsstärke.

Weil die Lichtverteilung einer normalen Beleuchtung nicht absolut gleichmäßig ist, geben Normen in der Regel die mittlere Beleuchtungsstärke an. Sie berücksichtigt die Ungleichmäßigkeiten rechnerisch: Die mittlere Beleuchtungsstärke ist das gewichtete arithmetische Mittel aller Beleuchtungstärken im Raum.

Lichtausbeute

Lichtausbeute ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lichtquelle. Sie sagt aus, wie viel Lichtstrom in Lumen (lm) pro Watt (W) ihrer Leistungsaufnahme ein Leuchtmittel erzeugt. Je höher das Verhältnis Lumen/Watt, desto besser setzt eine Lichtquelle die eingebrachte Energie in Licht um. Einige Beispiele:

  • Allgebrauchsglühlampe 12 lm/W
  • Halogenlampe 18 lm/W
  • Stabförmige Leuchtstofflampe 104 lm/W
  • LED-Lichtquelle 134 lm/W

Dimmen

Durch Dimmen der eingesetzten Leuchtmittel kann die Helligkeit einzelner Leuchten oder Leuchtengruppen gesteuert werden. Dimmen verändert die Lichtstimmung, erlaubt die Anpassung an unterschiedliche Raumnutzungen (Komfortdimmen). Die Helligkeitssteuerung wird auch zum Energiesparen eingesetzt (Energiedimmen), z. B. bei tageslichtabhängigen Regelungen in Büroräumen oder Industriehallen.

Mit Phasenanschnitt-Dimmern können Glühlampen und Halogenlampen (230 Volt) gedimmt werden sowie Niedervolt-Halogenlampen, die an magnetischen Transformatoren betrieben werden. Phasenabschnitt-Dimmer werden vorwiegend eingesetzt zum Dimmen von Niedervolt-Halogenlampen an elektronischen Transformatoren. Sie eignen sich auch für Glüh- und Halogenlampen (230 Volt).

LEDs, Kompaktleuchtstoff- und stabförmige Leuchtstofflampen müssen an dimmbaren elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) betrieben werden.

Wartungsfaktor

Der Wartungsfaktor (WF) ist Grundlage des Wartungsplanes einer Beleuchtungsanlage. Er hängt ab von den Betriebsbedingungen sowie der Art der eingesetzten Komponenten. Der Neuwert errechnet sich wie folgt: Wartungswert = Neuwert x Wartungsfaktor.

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